re:publica 08 - Resumé

Ich habe einige interessante Vorträge mitnehmen können und durchaus wieder etwas gelernt. Trotzdem hatte ich mir auf der anderen Seite etwas mehr erhofft, als das Thema “Die kritische Masse” festgelegt wurde. Vielleicht war das größte Manko aber auch das Thema selber, das in meinen Augen einfach zu schwammig definiert war.

In einigen Panels hätte ich mir wesentlich mehr Interaktion mit dem Publikum gewünscht und weniger Bashing auf bestimmte Web2.0-Startups. Ich hatte mir einen Ausblick auf die Zukunft des Social Networkings und einer kritischen Diskussion über die damit verbundenen Risiken erhofft, v.a. auch im Bezug auf die sozialen Unterschiede in der Gesellschaft und der noch nicht vorhandenen digitalen Grundversorgung. In vielen Panels bekam man aber eher einen Rückblick und Überblick über das aktuelle Geschehen präsentiert und wollte nicht so recht die Dinge auf den Punkt bringen.

Schade fand ich auch, dass einige sehr interessante Panels parallel stattfanden und man dadurch einiges live verpassen musste. Über die Locations für die einzelnen Panels sollte man im nächsten Jahr noch einmal nachdenken, denn die Vorträge von Henning Krieg oder Sebastian Detering hätten in den großen Saal gehört.

Eine Woche Berlin und drei Tage Blogger/Internet/Web2.0/Geek/Technik-Konferenz bzw. “800 Leute trinken Kaffee und arbeiten dabei am Macbook, während andere über ganz viele SocialNetworking/Web2.0-Themen reden” liegen hinter mir und in Summe hat sich der lange Weg für mich gelohnt. So faszinierend ich Großstädte finde, so freue ich mich doch wieder in der überschaubaren Heimat zu sein und Social Networking morgen beim Bowlen ganz ohne Macbook und einem Haufen Geeks zu machen und dabei auch mal wieder über etwas anderes, als das Web zu reden ;)


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