Server-Monitoring mit R-U-ON im Test (u.a. unter Debian 64 Bit)
Auf meiner Suche nach einer brauchbaren Möglichkeit, unsere Server noch besser zu überwachen bin ich über R-U-ON gestolpert und nach leichten Startschwierigkeiten kann ich bestätigen, dass das Monitoring damit klasse funktioniert. Wichtig war mir, dass es ein MacOS-Widget dafür gibt und ich mich so nicht immer auf der Webseite anmelden muss. Genau das bietet R-U-ON. Ausserdem war mir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig und dass ich für ungefähr 10 Euro im Monat mehr als nur einen Server überwachen kann. Gerade beim Einsatz virtueller Server wird das nämlich sehr schnell teuer.

Bei R-U-ON läuft das ganze nach dem Prinzip, dass man Agents auf jedem Server installieren kann. Kostenlos kann man bis zu 20 Agents überwachen. D.h. wenn ich auf einem Server den Agent “ServerOn” sowie den Portcheck-Agent installiere, zählt das als 2 Agents, die von meinem Agent-Kontingent abgezogen werden.
Einziger “Nachteil” dürfte für einige sein, dass R-U-ON im Ausland sitzt und das ganze nur auf Englisch und mit Kreditkarte läuft. Wer damit keine Probleme hat bekommt rasend schnellen Support (u.a. auch im Forum) und viele Funktionen. Ich bin jedenfalls bisher sehr zufrieden.

Bei R-U-ON meldet man sich mittels E-Mail-Adresse an, die gleichzeitig die Account-ID ist. Im Gegensatz zu anderen Monitoring-Lösungen kann man bei R-U-ON auf dem jeweiligen Server einen Agent installieren, der die Überwachung übernimmt und das auch unter Linux (die mir bisher bekannten Anbieter haben das nur für Windows angeboten).
Fällt ein Agent aus, so zählt das als “nicht erreichbar” und wird gemeldet - standardmäßig per Mail. In den Pro-Diensten kommt auch SMS-Benachrichtigung dazu.
Im kostenlosen “Basic”-Paket kann man bis zu 20 Agents (=Server) überwachen lassen, allerdings nur mit dem sogenannten “ServerOn-Agent”, der Details wie Erreichbarkeit, CPU-Last, Speicherplatz etc. überwacht. Dürfte also für die meisten Fälle sogar völlig ausreichen.
Ab dem kleinsten “Professional”-Paket kommen interessante Funktionen wie SMS-Benachrichtung (10 Dollar-Cent pro SMS), Port-Check und Überprüfung von Webseiten hinzu. Das schon ab $9,99. Man kann die Pro-Dienste einen Monat kostenlos testen, was ich zur Zeit mache.
Folgende Pro-Agents stehen dann u.a. zudem zur Verfügung:
- PortOn: Testet, ob Dienste unter bestimmten Ports auf dem Server erreichbar sind
- OnHTP: Überprüft vorher definierte Webseiten auf Funktionsfähigkeit und Erreichbarkeit
- DnsOn: DNS-Server überprüfen und abfragen
- IpTrack: Öffentliche und private IP-Adressen überprüfen und verfolgen
Praktisch finde ich das kostenlose MacOS-Widget, das mir alle Server in einer Übersicht zeigt:

Es gibt allerdings Probleme mit den fertig mitgelieferten Agents, die alle für 32-Bit-Linuxe kompiliert wurden. Auf unseren Debian 64-Bit-Systemen verweigerte der vorkompilierte serveron-Agent daher mit einem trivialen “file not found” den Dienst, die Installation klappt nicht.
Abhilfe schafft hier das Herunterladen des C-Quellcodes und Selbstkompilieren, was zum Glück ohne Probleme klappt. Wer eine fertige vorkompilierte 64-Bit-Version (kompliliert unter Debian Etch 64-Bit) sucht kann diese bei mir herunterladen:
Download serveron Agent 64 Bit
Danach ein chmod +x serveron nicht vergessen.
Alternativ einfach selber kompilieren (Vorraussetzung: C-Compiler cc oder gcc installiert) mittels
gcc -o serveron serveron.c -DLinux -lpthread
Danach klappt eine Installation des Agents mit ./serveron install.
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