Diskussionen mit Linux-Verfechtern…

Mit Linux-Liebhabern (und wir reden der Gattung “Ich trage diese Frisur, weil sie optisch toll zu meinem KDE-Desktop passt”) über die Vor- und Nachteile zwischen MacOS, Windows und diversen Linux-Derivaten zu diskutieren führt meist für mich als Nicht-Evangelisten (ich nutze das System, das just im jeweiligen Moment für mich eine Aufgabe am besten löst) in der Regel zu einem Ergebnis:

Brav nicken, hmmm, ja, hmmm, ja, hm, wieder brav nicken - bis das Gegenüber glaubt, jetzt sei ich vollends von den welterobernden, weltverbessernden Fähigkeiten von Linux überzeugt und werde nie wieder Windows oder gar dieses bunte Spielzeug MacOS auch ja nur angucken.

Schön ist, wenn ich dann erwähne, dass ich parallel unter MacOS, Windows XP und Debian Linux arbeite - hier wird oft mit einem müden Lächeln des Unverständnisses (”Wie jetzt?”) überhört. Diese Variante haben viele Linux-Nutzer noch nie gehört, geschweige denn für sich in Erwägung gezogen.

Was ich oft bei vielen Linux-Fans vermisse ist die Objektivität gegenüber Alternativen - der Vorwurf, den sie gerade der Microsoft Windows- und Office-Nutzern tagtäglich an die Stirn knallen. Da wird eiskalt pauschalisiert: Microsoft böse, alles was mit Software Geld verdienen will böse, Linux guuuuut.

“Meinen Kunden empfehle ich nur Linux und keine Microsoft-Produkte, schon allein wegen dem Datenschutz und statt Office kann man auch OpenOffice benutzen.” — Patsch! Hm, komisch. Der schläft gar nicht, der meint das wirklich.

Aber wenn Du nicht überzeugen kannst, verwirre Sie wenigstens (Zitat Garfield -und das meines Mathelehrers unter einer meiner Klausuren, Jgst. 10) - Brav nicken, hmmm, ja, hmmm, ja, hm, wieder brav nicken.

Ich kann mir wirklich nichts schöneres vorstellen, als Grundsatzdiskussionen mit Linux-Evangelisten. Wirklich nicht.

……  ausser vielleicht Kaffee kochen, Fernsehen, Radfahren, Kochen, Däumchen drehen….


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