Kapern.

Eigentlich befand sich hier ein Foto von Kapern, dass ich aufgrund einer Abmahnung durch marions-kochbuch.de entfernen musste. Ich kann jedem nur empfehlen, um diese Seite einen ganz großen Bogen zu machen, denn solche Geschäftspraktiken gehören in Deutschland bestraft. Ich kann nur hoffen, dass Frau Zypries es in absehbarer Zeit schafft, der illegalen Praxis von Massenabmahnungen endlich einen Riegel vorzuschieben.

Nein, kein Schiff. Aber ist es bedenklich, dass ich, so ekelhaft dies anmuten mag, den Geschmack von Kapern tatsächlich mag?

Während andere aus der Hackbällchen-Sauce die Kapern fein säuberlich entfernen - suche ich mir die Tupperdose mit den meisten aus.

Treffende Reaktion meiner Schwester:

Autor: Ist eigentlich normal, dass ich Kapern mag?

Gesprächspartner: Nein, definitiv nicht. Wer bist Du? Ahh! Woher kommst Du? Also wenn du sie weil sie schonmal da sind freiwillig runterschluckst ist es noch im bereich des akzeptablen. aber wenn du genüsslich auf ihnen rumkaust und sie anstatt von kaugummi verwendest, tja, dann würde ich mir schon gedanken machen.

Zum Glück konnte ich mir dann doch ein

“Igitt”

entlocken und feststellen: Puh, ich bin doch noch normal!
Was dann allerdings der vierte Google-Link über Kapern verrät lässt mich aufhorschen:

Astarte, die orientalische Liebesgöttin, die auf Zypern zur Aphrodite wurde, war die Schutzherrin der Kapern; damit waren die K. ein Aphrodisiakum, das nicht nur den erotischen Appetit zu steigern in der Lage war, sondern sogar zur Wollust reize. Daneben heilte man damit viele Krankheiten. Mattioli (16. Jhdt.): “vor dem Essen zu genießen, denn sie regen den Appetit an und öffnen die Leber”. In Marokko meint man, daß Kapern Mädchen geneigt machen.

Ich wusste das nicht, ganz ehrlich!


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